Fofner und Reigen (Regin)
Als nun Loke zu Hreidmar kam, fand Odin den Ring ausserordentlich schön und nahm ihn von dem Haufen, Hreidmar aber füllte den Otternbalg recht voll, stellte ihn dann aufrecht, und Odin bedeckte ihn mit Gold, fragte auch Hreidmar, ob er nichts mehr von dem Balg sähe; da fand sich ein einziges Haar an der Schnauze noch unbedeckt, und um dieses zu bedecken, musste sich Odin bequemen, den zurückbehaltenen Ring herzugeben.Jetzt waren die Äsen frei, bekamen auch die als Pfand ihnen abgenommenen Schuhe und Waffen zurück, und nun sagte Odin, der Fluch, welchen Andwari auf diesen Ring gelegt, solle in Erfüllung gehen.
Dieser trat alsbald in Wirkung, denn vom Golde, das Hreidmar zur Sühne für seinen erschlagenen Sohn nahm, wollten die beiden Brüder auch ihr Theil, welches ihnen der Vater verweigerte; darauf beredeten sie sich, dass sie ihn erschlagen wollten, und diess geschah alsbald. Nun gedachte Reigen, die Hälfte des Goldes zu nehmen; allein Fofner sprach, er könne ihm unmöglich Gold geben, da er des Goldes wegen seinen Vater getötet; darauf setzte er sich des Vaters furchtbaren Helm, der Aegirs-Helm hiess, und den Besitzer aller Menschen entsetzlich machte, auf, ergriff des Vaters Schwert, Hrotte, und hiess Reigen sich sogleich von dannen machen, oder es solle ihm ergehen wie seinem Vater.
Reigen flüchtete mit seinem Schwert Reffel, kam zu König Hialfrek und ward sein Schmied, Fofner aber zog mit seinen Schätzen nach der Heide, welche Gnytaheide heisst, verwandelte sich in eine mächtige Schlange und legte sich dort auf das Gold, um es zu bewachen.
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Einleitung
Hreidmar
Andwari
Reigen und Fofner
Sigfried
Brunhilde
Gudrun
Sigfrieds Tod
Gudruns Fluch
Das Ende
Hreidmar
Andwari
Reigen und Fofner
Sigfried
Brunhilde
Gudrun
Sigfrieds Tod
Gudruns Fluch
Das Ende